Au Backe – die FIAT Mobilitätsgarantie Teil II

 

Also, es passierte einfach nichts! Meine einzige „Mobilität“, die mir seit Donnerstag Abend zuteil wurde, war das Fahrrad vom Autohaus zum Bäcker und das stellte mir der Juniorchef freundlicherweise zur Verfügung. Dann wurde in gemeinsamer Diskussion entschieden, dass es keinen Sinn macht, über das Wochenende in Münster zu bleiben, da der Ratschluss von FIAT zum einen wieder dauern würde und zum anderen ja durchaus wieder erstaunlich ausfallen konnte.

So fuhr ich nach Hause zurück, nicht höher als 5. Gang und den 3. möglichst und ganz vermeiden. Auf der Autobahn sprang dann auch der 5. Gang heraus, also 80 km/h und den „Rest“ der Strecke (180 km) im 4. juckeln. Zugegeben, man hat ausreichend Zeit die langsam vorbeiziehende Landschaft zu betrachten.

Am Monat 22. 08. 2016 (5 1/2 Tage nach Schadensmeldung) erfolgte tatsächlich eine neue Kontaktaufnahme von FIAT. Sie sagten nunmehr die Übernahme von 9 Tagen der Anmietung eines Wohnmobils zu. Sie haben sich also bewegt, also bewegte ich mich auch und wir haben den Deal dann so gemacht. Zur Bestätigung sollte ich eine E-Mail erhalten (am Montag) am Dienstag auch (in 10 Minuten haben Sie sie). Heute ist Mittwoch Abend und die Leitung muss wohl verstopft sein, denn es ist immer noch keine E-Mail da. Aber ich glaube an das Gute im Menschen und insbesondere in den Mitarbeitern des FIAT Kundenservice.

Dies bedeutet, dass wir zunächst für den Urlaubsrest (11 Tage) ein Wohnmobil angemietet haben und dafür mehr als 1.300.- € bezahlt haben. Die nicht in Anspruch genommenen Tage auf dem Campingplatz mussten natürlich aus bezahlt werden und wir waren ja schon froh, dass sie uns den leeren Platz noch reserviert hielten. 800 km sind wir auch noch zusätzlich gefahren und überhaupt, hatten wir uns den Urlaub einfach anders vorgestellt.

Am 04. September 2016 sandte ich die Aufstellung der Kosten an die Versicherung. Den erhaltenen Rabatt habe ich weitergegeben. Da die Versicherung laut FIAT 9 Tage übernehmen wollte, habe ich 1.068.- € als den mir zustehenden Betrag angenommen.

Die Versicherer scheinen einfach anders zu rechnen, denn ich erhielt 880,60 €. Na, das habe ich reklamiert und den Versicherer angemailt. Auf die Antwort warte ich bis heute. Von FIAT selbst kamen dann nochmal 280.- €

Das Getriebe war übrigens zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht bei der Werkstatt eingetroffen. Was an den Tagen passiert, wo wir kein Wohnmobil mehr gemietet haben und auch kein fertig repariertes zur Verfügung haben ist noch völlig offen. Die Mobilitätsgarantie will nur 5 Tage abdecken. Gilt das denn auch, wenn der Hersteller nicht liefern kann? Es bleibt spannend und ich werde weiter berichten.

Zwischenzeitlich ist nahezu ein Jahr vergangen und Mitte Juli 2017 erhielt ich dann ein Schreiben, dass FIAT mir aus Kulanz für den gesamt erlebten Trallafitti noch eine Wartung umsonst machen lässt. Damit war für mich  der Fall erledigt, dachte ich.

Denn wie heißt der schöne Satz: Es könnte schlimmer kommen – und es kam schlimmer (siehe Teil III)

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